| Bewerbungsfrist: | September 15 | ||
| Jährliche Studiengebühr: | Gratis - | ||
| Location: | Bremen / Deutschland / Karte anzeigen ▾ Karte ausblenden ▴ | ||
| Dauer: | 36 Monate | Beginn: | Oktober |
| Unterrichtsform: |
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| Studienart: |
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| Credits (ECTS): | 180 | ||
| Sprachen: | Deutsch | ||
Unser Alltag mit den vielen hochtechnisierten Apparaten und Verfahren (man denke nur an Weltraumsatelliten, Flugzeuge wie den neuen Airbus380, Massenspektroskopie, die Computertomographie beim Facharzt oder bei der Werkstoffprüfung, um nur einige zu nennen) sähe ohne Mathematik ganz anders aus. Ohne den Einsatz mathematischer Methoden und ohne die Mitarbeit von Mathematikern wäre ihre Entwicklung überhaupt nicht möglich gewesen.
Häufig steht ein Mathematiker oder eine Mathematikerin im Mittelpunkt des Prozesses zur Entwicklung eines neuen Produktes: sie oder er ist es nämlich, der zumindest allgemeine Kenntnisse zu den meisten Aspekten des Entwicklungsprozesses einbringen kann, wobei die Modellierung und die dafür benötigten mathematischen Kenntnisse und Fertigkeiten den Kern des Prozesses bilden. Neben sinnvoller Nutzung der Mathematik muss sie (oder er) sich auch schnell in die technischen Hintergründe hineinversetzen und effizient mit dem Computer umgehen können.
Interdisziplinarität und Anwendungsbezug sind deshalb die Kennzeichen des Technomathematikstudiums: Es verbindet eine praxisorientierte Mathematikausbildung, bei der die mathematische Modellierung technisch-naturwissenschaftlicher Probleme im Mittelpunkt steht, mit einer Ausbildung in einem technischen Anwendungsfach. Hier lernen die Studierenden Grundlagen und Ziele, Sprache und Denkweisen eines Faches kennen, das sich stark auf Anwendungen der Mathematik stützt. Als zweites Anwendungsfach kommt Informatik hinzu, weil der effektive Umgang mit Computern und Software zusammen mit dem dafür notwendigen Hintergrundwissen essenziell für das Studium und die spätere Berufspraxis ist. Neben der Grundausbildung werden im zweiten und dritten Studienjahr bereits erste konkrete Erfahrungen in der Bearbeitung technischer Probleme durch mathematische Modellierung und numerische Simulation gesammelt.
Im Bachelorstudiengang werden die wesentlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Technomathematikstudium gelegt, die dann im anschließenden Masterstudiengang vertieft werden. Der M.Sc. Technomathematik wird an der Universität Bremen ab dem Wintersemester 2011/2012 angeboten werden.
Im Studium der Technomathematik lernen die Studierenden, wie komplexe Probleme aus Technik, Industrie, Ingenieur- und Naturwissenschaften mittels mathematischer Methoden bearbeitet und gelöst werden können.
Im Bachelorstudiengang Technomathematik werden die Grundlagen gelegt, um in der späteren Praxis erfolgreich arbeiten zu können. Essenziell sind dabei neben den fachlichen Qualifikationen die Fähigkeiten, mit Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen kooperieren und kommunizieren zu können.
Über die allgemeine Befähigung zu einer wissenschaftlichen Arbeitsweise, zum konzeptionell-analytisch-logischen Denken und Argumentieren und über die Ausprägung vielfältiger Kommunikationsfähigkeiten hinaus basiert die Ausbildung im B.Sc. Technomathematik auf den folgenden drei Schwerpunkten, wie es dem deutschlandweit gültigen Konzept der Technomathematik entspricht:
* Fundierte mathematische Fachkenntnisse speziell in den Bereichen mathematische Modellierung, Numerik, Optimierung und Wissenschaftliches Rechnen.
* Entwicklung von und effektiver Umgang mit Computern und Software, dazu dient u.a. das Studium der Praktischen Informatik.
* Enge Verknüpfung mit einem technischen Anwendungsfach, Erwerb weiter gehender Fach- und Methodenkenntnisse aus dieser Disziplin.
Studienverlaufsplan
Das Bachelorstudium umfasst sechs Semester (d.h. drei Jahre) und wird durch die Einteilung in Module strukturiert. Für jedes erfolgreich absolvierte Modul werden so genannte Credit Points (CP) vergeben, die die jeweiligen Stundenbelastungen der Studierenden bemessen und die Gewichtung der Resultate eines Moduls für die Abschlussnote des Bachelorstudiums festlegen. Insgesamt umfasst das Studium 180 CP.
In den ersten beiden Studienjahren erfolgt die Ausbildung in den mathematischen Grunddisziplinen Analysis, Lineare Algebra und Numerik (vier zweisemestrige Module mit je 18 CP). Die hier erworbenen Kenntnisse werden dann im Rahmen des Proseminars und des Modellierungspraktikums eingesetzt. Die technomathematische Grundausbildung wird mit Funktionalanalysis im fünften Semester abgerundet. Parallel zur Mathematik werden im ersten Jahr zwei Informatik-Module studiert, im zweiten und dritten Jahr erfolgt die Grundausbildung im gewählten technischen Anwendungsfach. Zusätzlich werden Veranstaltungen im General-Studies-Bereich absolviert. Im sechsten Semester wird das Studium mit einer Bachelorarbeit abgeschlossen.
Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächer
Entsprechend dem Technomathematikkonzept mit den drei Schwerpunkten Mathematik / technisches Fach / Informatik, wählt jeder Studierende ein technisches Anwendungsfach, das ab dem 3. Semester parallel zur Mathematik studiert wird (im Gesamtumfang von 30 CP). Zur Wahl stehen dafür: Elektrotechnik, Produktionstechnik, Physik und - als Bremer Spezialität - Geowissenschaften. Als zweites Anwendungsfach kommt für alle Praktische Informatik hinzu, hier werden bereits im 1. und 2. Semester zwei Module belegt.
Typische Lehrveranstaltungsformen / Formen der Lehre / Lehrprofil
Typisch sind Vorlesungen mit begleitenden Übungen, dazu kommen Proseminar inkl. Präsentationstechniken, Computerpraktikum und Modellierungspraktikum sowie die Bachelorarbeit. Im technischen Anwendungsfach finden neben Vorlesungen und Übungen ggf. Laborpraktika statt.
Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen
Schwerpunkte sind mathematische Modellierung, Analysis und Numerik. Eine tiefer gehende Spezialisierung erfolgt erst im anschließenden Masterstudium.
General Studies
General Studies sind berufsfeldbezogene Studienanteile und ergänzen das fachliche Studium des Haupt- oder Vollfachs. Sie umfassen 25 % des Studiums und vermitteln Studientechniken und Schlüsselqualifikationen für einen Beruf im außerschulischen Bereich.
Teilweise in Verbindung mit fachwissenschaftlichen Veranstaltungen, teilweise in speziellen Modulen können die Studierenden Fähigkeiten und Kenntnisse zu folgenden Aspekten erwerben:
* Präsentations- und Vortragstechniken,
* Projektentwicklung,
* Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens,
* industrierelevante Software-Werkzeuge,
* Wissenschafts- und Mathematikhistorie,
* Berufsfelder und Berufspraxis.
Praktikum
Ein Computerpraktikum, die Bearbeitung kleinerer Projekte im Modellierungspraktikum sowie ggf. Laborpraktika im technischen Fach sind Pflicht. Betriebspraktika sind nicht obligatorisch, können aber auf freiwilliger Basis absolviert werden. Unabhängig davon sammeln viele Studierende praktische Erfahrungen, indem sie als studentische Hilfskraft in Anwendungsprojekten des Zentrums für Technomathematik mitarbeiten.
Auslandssemester
Ein Auslandsaufenthalt bietet sich nach dem vierten und vor dem Abschlusssemester an, u.U. kann auch die Abschlussarbeit in Kooperation mit einer ausländischen Universität angefertigt werden, wenn die Betreuung durch einen Bremer Hochschullehrer sichergestellt ist. Der Fachbereich Mathematik verfügt über eine Reihe von Erasmus/Sokrates-Partnerschaften, über die Auslandssemester organisiert werden können, darüber hinaus haben die Hochschullehrer zahlreiche Auslandskontakte, die als Ausgangspunkt dienen können.
Prüfungen und Prüfungsformen
Das Studium ist in Module eingeteilt, zu denen veranstaltungsbegleitend Prüfungen absolviert werden. In der Mathematik werden diese überwiegend als mündliche Prüfungen durchgeführt, zum Teil auch in Klausurform. Zur Reduktion des Prüfungsaufwands werden große Module (18 CP) gebildet. Essenzieller Bestandteil des Studiums ist die erfolgreiche Bearbeitung von Übungsaufgaben zu den Vorlesungen, die als Prüfungsvorleistungen dienen.
Alle Einzelheiten sind in der Prüfungsordnung geregelt.
Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung)
Fremdsprachenkenntnisse
Für das Studium der Fachliteratur sind Kenntnisse des Englischen unerlässlich. Die erforderliche Sprachkompetenz, wie sie etwa im Rahmen eines Englisch-Grundkurses zum Abitur erworben werden kann, sollte spätestens zu Beginn des dritten Semesters vorhanden sein
| Benötigter Abschluss: | Abitur oder gleichwertig |
| Benötigte Berufserfahrung | Nicht angegeben |
Akkreditiert durch: ACQUIN
You can contact Dr. Ronald Stöver to ask a question about Technomathematik at University of Bremen.
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